Durchatmen in herausfordernden Zeiten


Aus meiner langjährigen Erfahrung in der therapeutischen Arbeit und auch aus eigenem Erleben heraus kenne ich das Phänomen des „angehaltenen Atems“ in Zeiten vermehrter Anspannung.

Da wir nicht tatsächlich den Atem anhalten können, entsteht daraus eine (zu) flache Atmung.

Zusammen mit einer ebenfalls in herausfordernden Momenten häufig auftretenden Anspannung des Schulter-Nacken-Bereichs wird eben dadurch das Gefühl der Anspannung, des Engegefühls und der Atemlosigkeit noch verstärkt:
Ich bekomme schlechter Luft, ich fühle mich verspannt und atme nicht ausreichend tief, und meine Muskeln ziehen sich zusammen.

Durch sehr einfache Übungen kann es gelingen, diesem Kreislauf zu entkommen und wieder Luft holen zu können beziehungsweise die Anspannung zu verringern.

Übung Nr. 1:

Massage der Atemhilfsmuskulatur/der Rippenzwischenräume

Ich benutze hierzu etwas Öl oder Creme, um nicht an meiner Haut zu reißen.

Nehmen Sie /nimm hierfür den Zeige- und/oder Mittelfinger der einen Hand und massiere zunächst die Kuhle über dem Schlüsselbein und anschließend so weit es geht die Räume zwischen den einzelnen Rippen vom Brustbein soweit es geht nach außen.

Nehmen Sie sich/nimm dir Zeit hierfür.

Vielleicht ist es überraschend, hier Schmerzpunkte bzw. deutliche Verspannungen zu spüren.

Übung Nr. 2:

Abklopfen und/oder Ausstreichen des gesamten Rippenbereichs, sprich des Bereichs, in dem die Lungen „wohnen“.

Vielleicht ist es sogar ganz schön, diesen Gedanken des „Wohnens“ mitzunehmen.

Je nach Vorliebe, je nach Bedürfnis können Sie/kannst du diesen Bereich entweder ganz sachte mit den Fingerspitzen ausklopfen, oder etwas fester mit der lockeren Faust.

Auch das Ausstreichen mit der Handinnenflächen kann sehr wohltuend sein.

Achten Sie/achte darauf, möglichst viel Fläche zu erreichen, insbesondere auch am Rücken.

In einem nachfolgenden Beitrag stelle ich ein „bewegtes Atmen“ vor.

Viel Vergnügen und viel Entspannung und gutes Durchatmen!

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