Texte, Seminare und Veröffentlichungen

Freiheit durch Bewegung

Freiheit durch Bewegung

Ein Mensch mit Ängsten oder Depressionen ist nicht frei. Wie können wir innere und äußere Freiheit erreichen? Eine Möglichkeit ist das Aufspüren immer wieder kehrender unfreiwilliger Mechanismen in Bewegung, Kommunikation und Sprache  oder das Eingeständnis lang verborgener Sehnsüchte oder „verbotener“ Gefühle und Gedanken. Aber nicht immer findet solch ein „Heureka“ statt und nicht immer führt es zu Auf- oder gar Erlösung. Ich bin überzeugt, dass eine Form von Freiheit grundsätzlich durch Bewegung erreicht werden kann, in jedem Fall erschließen sich durch Bewegung neue Spielräume, und zwar schlicht dadurch, dass man sich mehr – tatsächlichen – Raum zugesteht...

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Einsamkeit überwinden? – Zur Juli-Ausgabe von “Psychologie heute” (2012)

Ein Artikel in der aktuellen „Psychologie Heute“ beschreibt Einsamkeit als zeitgenössisches Phänomen und bezieht sich dabei in erster Linie auf psychosoziale und psychophysiologische Aspekte. Isolation (durch die Anderen) und Rückzug (des Einzelnen) werden hier genannt und daraus resultierend fehlendes Eingebunden-sein in soziale Strukturen. Sicherlich gibt es weniger Familienzusammenhalte als noch vor 60 Jahren und immer mehr Single-Haushalte. Aber nicht wenige Menschen leben auch bewusst allein und sind deshalb nicht einsam. Daneben entwickeln sich neue Konzepte des Miteinander-lebens. Die Frage nach der Entscheidung ist hier die wesentliche. Das große Drama des...

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Das empfindliche Selbst – zur Dezember-Ausgabe von “Psychologie heute”

Die Zeitschrift „Psychologie heute“ veröffentlicht in ihrer Dezember-Ausgabe einen Artikel mit der Überschrift „Wir Überempfindlichen- Warum wir Kritik, Ablehnung oder Nichtbeachtung so schwer ertragen können“. Behandelt wird die Labilität des Selbstwertgefühls im Hinblick darauf, wie wir auf Ablehnung und Kritik von aussen reagieren. Ich sehe in diesem Zusammenhang nicht nur die Empfindlichkeit oder begrenzte Kritikfähigkeit des Subjekts, sondern in erster Linie die Veränderungen der gesellschaftlich/sozialen Bedingungen des Einzelnen. Es gibt unendlich viele Spiegel, die uns ununterbrochen das eigene Bild vor Augen halten, das meine ich im übertragenen wie auch im...

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Was ist der Mensch (zum Thema existentielle Psychotherapie)

Was ist der Mensch (zum Thema existentielle Psychotherapie)

Philosophischer Exkurs: Was ist der Mensch? Die meisten Menschen kommen mit existentiellen Fragen und Nöten in die therapeutische Praxis. Verschiedene Schulen haben verschiedene Ansätze, diese Nöte aufzudecken oder einzuordnen. Manchmal wird ein Mensch sich dieser Nöte womöglich erst im therapeutischen Prozess bewusst. Und auch hier gibt es verschiedene Ansätze, deren Ursachen zu identifizieren, bestimmte Verhaltensweisen zu benennen und auf Möglichkeiten der Veränderung hinzuweisen oder Verhaltensweisen zu trainieren. Dahinter stecken mehr oder weniger verborgene Vorstellungen darüber, was der Mensch eigentlich ist, wie er „funktioniert“, wie er lernt, inwieweit wir...

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Zur Wirksamkeit von Psychotherapie

Laut eines Berichts der Bundestherapeutenkammer (btpk) vom 28. September 2011 beträgt die durchschnittliche Wartezeit auf einen Therapieplatz bei einem niedergelassenen Psychotherapeuten bundesweit 3 Monate. Das ist dann noch einmal von Bundesland zu Bundesland verschieden. Zugleich belegt eine im Juni 2011 von der TK (Techniker Krankenkasse) veröffentlichte Studie die Wirksamkeit von Psychotherapie. Ich zitiere aus einem weiteren Bericht der btpk: “Jeder Euro für Psychotherapie ist gut investiertes Geld. Psychotherapie ist nachhaltig wirksam. Mehr als 60 Prozent der Patienten, die sich bei einem niedergelassenen Psychotherapeuten behandeln lassen, geht es danach...

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Seminar “Die Entdeckung des Selbst in der Kommunikation”

Seminar: „Die Entdeckung des Selbst in der Kommunikation“ Kommunikation bedeutet wörtlich aus dem Lateinischen übersetzt: Teilen, mitteilen, teilnehmen lassen, vereinigen. Die wichtigen Fragen zum Thema Kommunikation lauten: Wer? Wer Spricht? Wie gut kennen Sie sich selbst und Ihre Kommunikationsweise? Wem? Wer ist Ihr Gegenüber? Was wissen Sie von ihm/ihr und wie sind Ihre Haltung und Ihre Gefühle ihm/ihr gegenüber? Wann? Welchen Zeitpunkt für die Kommunikation haben Sie gewählt? Oder wurde er vom Gegenüber gewählt? Oder wird er durch äußere Umstände bestimmt? Wo? An welchem Ort befinden Sie sich? Ist dieser privat oder öffentlich? Ist er emotional belastet oder...

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Stellen Sie sich einmal vor… (Gedanken zum Thema Tod)

„Stellen Sie sich vor…“ beginnt der erste Satz meiner Hausaufgabe. Ich denke an Georgette Dee. „Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich auf einem Kreuzfahrtschiff ….“ - an dieser Stelle beginnt das Publikum auch schon zu applaudieren. Bei meiner Hausaufgabe geht es im Prinzip um dieselbe Situation, nicht den zu erwartenden Applaus, sondern das sinkende Schiff, nur, dass ich mich hier nicht im Bereich der Poesie befinde. Oder doch? Ich schweife ab, komme nicht einmal über die erste Hälfte des einleitenden Satz hinaus, der da lautet: „Stellen Sie sich vor, Sie werden demnächst sterben und haben Zeit, sich darauf vorzubereiten.“ Nicht nur Chopin fällt mir dazu ein,...

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Der Umgang mit Pflegebedürftigkeit und Demenzerkrankung

Der Umgang mit Pflegebedürftigkeit und Demenzerkrankung sind Themen, mit denen jeder von uns eines Tages konfrontiert wird- sei es bei uns selbst, sei es als Angehöriger. Menschen werden alt und sterben, viele verändern sich auf ihrem letzten Weg noch einmal sehr. Seit Ende des 2. Weltkriegs hat die Großfamilie hierzulande ausgedient und die meisten von uns stehen irgendwann vor der Frage: Was passiert mit meinen Eltern, wenn sie sich nicht mehr selbst versorgen können? Manche Menschen haben rechtzeitig vorgesorgt und mit ihren Angehörigen gesprochen, manche Familien trifft das Eintreten einer Demenz oder eines anderen Falls von erhöhtem Unterstützungsbedarf aus...

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